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Der Sportkreis Wiesbaden lässt bekanntes Format SPORTGALA aufleben

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Nach den erfolgreichen „Tagen der Sportvereine“ auf dem Schloss-Platz vor dem Rathaus hat der Sportkreis Wiesbaden nun wieder zu einer SPORTGALA in die Horst-Bundschuh-Halle eingeladen. Horst Bundschuh, der leider im Jahr 2019 durch einen tragischen Verkehrsunfall auf dem Weg zum Training aus seinem aktiven Sportlerleben gerissen wurde, hat die SPORTGALA fünfundzwanzig Mal für den Sportkreis organisiert, wie der 1. Vorsitzende Dieter Elsenbast in seiner Begrüßung ausführt. 

„Wir wollen mit dieser Neuauflage an Horst Bundschuh erinnern, aber in erster Linie den wichtigen Breitensport, das Ehrenamt und die Vielfalt des Sports in unserer Heimatstadt in den Fokus stellen“, so Dieter Elsenbast. Natürlich ist der Leistungs- und Profisport wichtig, „aber der Breitensport ist der Kitt zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft“. 

Er weist darauf hin, dass es nicht nur im Sportkreis, sondern auch in allen Vereinen immer schwerer wird, Mitstreiter für das Ehrenamt zu gewinnen, ohne deren Einsatz Vereinsstrukturen und der Übungsbetrieb jedoch nicht aufrecht erhalten werden können.

Eröffnet wurde die SPORTGALA durch die Bambinis des Biebricher Fußballvereins von 1902 mit einem kleinen Übungsspiel. Beim FV Biebrich 02 werden 475 Kinder aus einhundert Nationen betreut. Der Verein ist somit ein herausragendes Beispiel für Integration, sinnvolle Beschäftigung und Förderung im sportlichen Bereich. Viele Jugendmannschaften spielen in den höchsten hessischen Jugendklassen. Es ist schon beachtlich, wie der Verein es immer schafft, viele Ehrenamtliche für das Vereinsleben zu gewinnen.

Dieter Elsenbast freute sich über die vielen Besucherinnen und Besucher, die der Einladung zur SPORTGALA gespannt gefolgt waren und für volle Tribünen sorgten. Aber er konnte auch mit dem Stadtverordnetenvorsteher Dr. Gerhard Obermayr, dem Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und dem Ausschuss-Vorsitzenden für Ehrenamt, Bürgerbeteiligung und Sport Michael David gewichtige Vertreter aus der Politik begrüßen. Ebenfalls begrüßte er gerne aus dem Sport die Präsidentin des Hessischen Landessportbundes Juliane Kuhlmann, den Sportarzt des Sportkreises Dr. Gerhard Brunnengräber sowie den Ehrenvorsitzenden Helmut Fritz und die Vorstandsmitglieder des Gremiums, allen voran Eva Hoffmann, die maßgeblich an der Vorbereitung der SPORTGALA beteiligt war.

Die Hip-Hop-Tanzgruppe des TV 1890 Breckenheim begeisterten das Publikum mit ihrem farbenfrohen Auftritt. Es war erst der zweite Auftritt der Kinder, die sich im ersten bis vierten Schuljahr befinden, und von Milia Quaring trainiert werden.

Gert-Uwe Mende bedankte sich in seinem Grußwort bei den vielen Ehrenamtlichen, ohne die eine solche Veranstaltung nicht durchführbar wäre. In seiner Funktion als Sportdezernent freute er sich, dass in Wiesbaden viel in den Erhalt und Neubau von Sportstätten investiert werden kann und dass die Sporteinrichtungen in der Landeshauptstadt den Vereinen unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden können, was nicht selbstverständlich sei und bundesweit kaum Nachfolger findet.

Juliane Kuhlmann konnte aus dem Kreis der vielen Ehrenamtlichen Christa Eng und Eva Hoffmann für ihre Aktivitäten mit der Verdienstnadel des Hessischen Landessportbundes auszeichnen. Christa Eng ist Mitglied im Turn- und Sportverein Eintracht Wiesbaden 1846, engagiert sich seit frühester Jugend im Verein, seit mehr als fünfzig Jahren im Vorstand des Sportkreises und ist seit 2015 Seniorensportbeauftragte in Wiesbaden. Auch Eva Hoffmann, die Mitglied im Turnerbund Wiesbaden ist, engagiert sich in unterschiedlichen Funktionen im Verein – in der Zeit von 2013 bis 2022 als Vorsitzende -, im Turngau Süd-Nassau und seit mehr als vierzig Jahren im Sportkreis. Vielen ist sie bekannt als Fachwartin und Kampfrichterin im Turngau. Beide Damen sind Leuchttürme für ehrenamtliches Engagement, vielen Dank dafür! 

Der Turnverein 1846 Erbenheim unterhielt das Publikum gerne mit zwei Kindergruppen Drums Alive; sowohl die vier- bis sechsjährigen als auch die zweite Gruppe im Alter von 7 bis 14 Jahren trommelten nach den Rhythmen der Musik mit Sticks auf Pezzibällen. Dieses Trommeln auf den Bällen machte den Akteuren sichtlich viel Spaß und fördert die Koordination, die körperliche Fitness und treibt Aktivitäten des Gehirns an. Geleitet werden die beiden Gruppen des Erbenheimer Turnvereins von Nina Kohlhoff.

Der Sportkreis hat darauf verzichtet, Eintrittsgelder für die Veranstaltung zu erheben; stattdessen hat er die Besucherinnen und Besucher um eine Spende für die Initiative Herzenswärme gebeten, die auch großzügig erfolgte. Die Initiative setzt sich dafür ein, Inklusion zu fördern und jedem Menschen, unabhängig von Beeinträchtigungen, die Unterstützung und Wertschätzung zukommen zu lassen, die er verdient. Das engagierte Team um Dennis Wittmer konnte ihre Aktivitäten in einem interessanten Video darstellen und Fragen von Dieter Elsenbast im Rahmen eines Interviews beantworten.

Die Crazy Girls, eine Gruppe von acht Mädchen im Alter von 10 bis 12 Jahren, zeigten einen modernen Tanz; die Gruppe, die von Elke D’Addario trainiert wird, besteht seit vier Jahren. Ebenfalls vom TV 1881 Bierstadt kommen die acht Mädels im Alter von 12 bis 14 Jahren als Tanzgruppe Dancing Girls, trainiert von der jugendlichen Trainerin Sarah Mernberger, und zeigen einen modernen Tanz. Beide Gruppen treten bei vielen Festen rund um Bierstadt auf. In den letzten drei Jahren sind sie auch beim interkulturellen Sommerfest der Stadt Wiesbaden aktiv gewesen.

Auch mit 92 Jahren steht Rosi Blöcher als Trainerin von Jugendmannschaften noch regelmäßig auf dem Hockeyplatz des Wiesbadener Tennis- und Hockey-Clubs im schönen Nerotal. 2024 ist sie zur Vereinsheldin der Sparkassen-Finanzgruppe in Hessen gewählt worden und mehr als 12.000 Vereinsmitglieder und Fans haben sich damit für ihr außergewöhnliches Engagement bedankt. Die von ihr trainierten Hockey-Kids zeigten ihr Können beim Spiel auf vier Tore, welches noch ohne Torhüter gespielt wird. Von älteren Spielern wurde in kurzen Sequenzen das Penalty-Schiessen vorgeführt und erläutert.

Ein Video-Einspieler von der Deutschen Meisterschaft der Bogenschützen, welche im vergangenen Jahr in Wiesbaden in herrlicher Umgebung vor dem Kurhaus stattfand, zeigte die Faszination dieses Sports, bevor die Jazztanz-Gruppe des TuS Dotzheim 1948 unter der Leitung von Ute Schwalbach eine Choreographie zu „Sand“ von Nathan Lanier vorführten. Die Jazz-Tanz-Gruppe besteht aus vierzehn Tänzerinnen im Alter von 16 bis 30 Jahren. Neben dem Einstudieren von Choreographien gehören zum Training intensives Techniktraining, Stangenarbeit sowie Bodenübungen. Beim TuS Dotzheim gibt es aktuell elf Tanzgruppen verschiedener Altersklassen.

Der Judo-Club Wiesbaden 1922 führte mit Kendo eine Kampfkunst vor, die jeder ausüben kann. Unabhängig von Alter, körperlicher Konstitution oder Fitnessgrad, gilt Kendo als umfängliche Möglichkeit, sich ganzheitlich (sportlich, mental und persönlich) ein ganzes Leben lang weiter zu entwickeln. Gekämpft wird mit einem Bambusschwert, dem Shinai. Beim Kendo gibt es vier Trefferflächen, die es beim Gegner zu treffen gilt: Kopf, Handgelenke, seitlicher Oberkörper und der Stich zur Kehle, geschlagen immer mit voller Entschlossenheit und Überzeugung. Kendoka sind barfuß, tragen einen Hakama (Hosenrock) und Keikogi (Jacke) sowie eine Rüstung.

Zur Abkühlung zeigte der Wiesbadener Yacht-Club mit dem Motorbootclub Mittelrhein ein Video von der Hessenschau, in dem über Meisterschaften im Schiersteiner Hafen berichtet wurde. Speziell ging es in dem Film über Schlauchboot-Parcourfahren, welches auch für Jugendliche im Alter von 8 bis 27 Jahren möglich ist. Die Jugend des Wiesbadener Yacht-Club e.V. hat schon zwei deutsche Meister, einen Europameister und Teilnehmer an Weltmeisterschaften hervor gebracht.

Die beiden Vereine RC Delkenheim 1925 und TSG 1861 Sonnenberg haben viele Kinder und Jugendliche aktiviert, um beim Kunstradfahren ihr Können zu beweisen. Moderiert von Rainer Jäkel, dem Vizepräsidenten des Hessischen Radfahrerverbandes, fuhren die Teilnehmenden diverse Figuren auf den speziellen Rädern, die keinen Freilauf haben, dafür aber an den Achsen der Räder sogenannte Dornen besitzen, um mehr Übungen zu ermöglichen. So können die Kinder auf dem Sattel und / oder Lenker stehend fahren, freihändig, vorne oder hinten auf den Dornen stehend, vorwärts, rückwärts, mit Pirouetten oder nur auf dem Hinterrad. Wie gut sie ihre Sportgeräte beherrschten, zeigten sie gerne, auch mit bis zu drei Personen auf einem Rad

Sehr aktiv in der Wiesbadener Breitensportszene ist Jürgen Mauer, der Sportabzeichen-Obmann im Sportkreis. Er hat es geschafft, dass viele Schulen und Betriebssport-Gemeinschaften, aber natürlich auch diverse Vereine in jedem Jahr Sportabzeichen abnehmen; in jedem Jahr kommen so ungefähr 2.500 Sportlerinnen und Sportler zu dieser Auszeichnung, unter anderem auch Dr. Gerhard Obermayr und Gert-Uwe Mende. Mit einem Video-Clip und einem separaten Stand stellte er die Anforderungen vor und warb für die gute Sache.

Circa 20 Mädchen im Alter von 5 bis 9 Jahren vom Turnerbund Wiesbaden 1864 führten unter der Leitung von Jana Balz eine rhythmische Sportgymnastik vor, wobei sich tänzerische Eleganz mit turnerischer Geschicklichkeit verbinden. Musikalisch untermalt zu den Klängen von Dance Monkey wurde so das Körperbewusstsein, Flexibilität, Musikalität und Teamgeist gefördert, was den jungen Tänzerinnen viel Freude bereitete.

Ebenfalls vom TV 1881 Bierstadt führte eine große Gruppe von Müttern mit Töchtern Dance & Drums vor, also Trommeln auf Pezzibällen mit Drumsticks. Diese lebendige Gruppe wird trainiert von Elke D’Addario und trifft sich ohne feste Trainingszeiten nach Absprache vor Auftritten.

Die Ligaturner des Turnerbund Wiesbaden hätten sich auch gerne mit einer Darbietung ihrer Turnkunst an der SPORTGALA beteiligt. Aus beruflichen oder Studiengründen sind aktuell nicht alle aktiven Sportler vor Ort, so dass den Zuschauern nur ein Video mit Leistungen der Regionalliga-Turner präsentiert werden konnte. Schade, aber vielleicht klappt es bei einer nächsten SPORTGALA.

Bereits seit 25 Jahren wird im TV Waldstraße 1902 Ballett angeboten und so erfreuten Tänzerinnen im Alter von 15 bis 19 Jahren das Publikum mit ihren sehr gelungenen Darbietungen. Einstudiert wurde ein bunter Mix aus klassischem Ballett, Lyrical Jazz und Modern Dance. Trainiert von der Tanzpädagogin Sandra Scheufler präsentierten die Tänzerinnen einen anmutigen Walzer, das gefühlvolle Lyrical-Jazz-Stück „Solitaire“ sowie den Klassiker „Schwanensee“.

Trainiert von Susanne Rieber zeigte eine Gruppe des Turnerbund Wiesbaden 1864 eine besondere Übung mit der Bezeichnung KAHA. KAHA bedeutet in der maorischen Sprache so viel wie „stark“, „Kraft“ oder „Energie geladen“. Die Bewegungen sind fließend, geschmeidig und werden kontrolliert ausgeführt. Vom Taiji, Qigong und klassischem Yoga inspiriert, geht es beim KAHA darum, seine innere Ruhe zu finden und eine Balance zwischen Körper und Geist herzustellen.

Die Budo Schule Wiesbaden hatte am 21. Februar 2026 in der Halle am Platz der Deutschen Einheit ein Weltranglisten-Turnier mit 545 Starts aus 27 Nationen, zahlreichen Nationalteams und unzähligen Top-Athleten im Rahmen der German Open Taekwondo Poomsae ausgerichtet und konnte bei diesem Turnier neben weiteren herausragenden Platzierungen mit drei Gold-, zwei Silber- und fünf Bronzemedaillen ein sensationelles Ergebnis erzielen. Kai Müller von der Budo Schule moderierte die exzellenten Darbietungen im Taekwondo und Ju-Jutsu, die von vier Kämpfern dargeboten wurden. Auch die vier Sportlerinnen, die fast alle auch zur Nationalmannschaft gehören, zeigten großartige Leistungen, beeindruckten mit Präzision, Ausdruckskraft und Teamgeist – und sorgten für ein echtes Highlight bei der SPORTGALA.

Die Showtanzgruppe Extravaganza, die ihre Heimat in der TSG 1861 Sonnenberg hat und von Angelika Kleinfeld geleitet wird, kann in diesem Jahr bereits ihr 30-jähriges Jubiläum feiern! Die Tänzerinnen im Alter zwischen 35 und 59 Jahren zeigten einen Ausschnitt der Choreographie „Undercover repetition“, die auf der World Gymnaestrada 2027 in Lissabon präsentiert werden soll. Die Tanzgruppe Extravaganza hat schon an vielen Wettkämpfen teilgenommen, hat die Stadt Wiesbaden in der Patenstadt Montreux in der Schweiz vertreten und bei der Wiesbadener Weinwoche an der Eröffnung teilgenommen. Das Training ist in der Regel zweigeteilt; im ersten Teil werden Fitness und Beweglichkeit trainiert, während im zweiten Teil tänzerische und choreographische Elemente im Vordergrund stehen. 

Vor dem großen Abschlussbild zeigten sich die American Footballer mit ihren Cheerleadern vom AFC Wiesbaden Phantoms. Die Phantoms waren mit Spielern aus dem GFL2-Team und Cheerleadern aus mehreren Squads vertreten, darunter auch WM-Silbermedaillen-Gewinnerinnen und Europameisterinnen.

Nähere Informationen zu allen teilnehmenden Sportvereinen sind auf den einzelnen Webseiten aufgeführt. Allen Vereinen ist gemein, dass sie sich über Zulauf freuen und alle bereit sind, auch neue Mitglieder aufzunehmen.

Der Vorstand des Sportkreises Wiesbaden bedankt sich bei allen Teilnehmern, bei allen Betreuern, bei allen Zuschauern und bei den Ehrenamtlichen der HSG Eintracht / VfR, die für die Bereitstellung mit Speisen und Getränken gesorgt haben, Kristina Otersen für die gelungene Gestaltung des Plakats, aber auch bei dem Veranstaltungstechnikdienst schoko Pro für die gelungene Veranstaltung, die bestimmt eine Wiederholung finden wird.  

Fotoserien

2026 Sport-Gala (SA, 28. Februar 2026)

Kontakt

Sportkreis Wiesbaden e.V.
Diltheystr. 3a
65203 Wiesbaden

 

Tel: (0611) 74944