Vereinsberater

2005 Sportkreis ernennt Vereinsberater

Sportkreis ernennt Vereinsberater

 

Zwischen dem Landessportbund Hessen e.V. und dem Hessischen Kultusministerium wurden Rahmenvereinbarungen getroffen, die Sport- und Bewegungsangebote in ganztägig arbeitenden Schulen sicher stellen sollen (siehe dazu die nachfolgende Pressemeldung).
Der Sportkreis hat aus seinem Vorstand zwei Mitglieder ernannt, die zukünftig alle Vereine und/oder Schulen in diesen Fragestellungen beraten sollen:

Frau Eva Hoffmann und Herrn Friedhelm Canisius. 

 

 

Pressemeldung vom 27.04.2005 

 Gesicherte Grundlage für mehr Sport und Bewegung in Ganztagsschulen 


Landesregierung und Sportverbände unterzeichnen Rahmenvereinbarung

Mit einer Rahmenvereinbarung stellen die Hessische Landesregierung und der organisierte Sport in Hessen die Weichen für eine qualitative Weiterentwicklung im Betreuungs- und Sportangebot von Ganztagsschulen. Die heute in Wiesbaden von Kultusministerin Karin Wolff, Innenminister Volker Bouffier, Landessportbundpräsident Dr. Rolf Müller und der Vorsitzenden der Sportjugend, Juliane Stoll, unterzeichnete Vereinbarung will Sport- und Bewegungsangebote in der Nachmittagsbetreuung von ganztägig arbeitenden Schulen sicherstellen.

Die Vereinbarung zwischen den Ministerien und dem Sport ist für Hessen bislang einmalig und gibt den beteiligten Schulen und Vereinen wichtige Hilfestellung für ihre Zusammenarbeit. "Wir setzen diese Schwerpunkte, weil der Schulsport für die Gesundheit, die Integration und eben die Prävention eine ausschlaggebende Rolle spielt", erklärte der Innenminister. Der Sport sei das größte dauerhafte Präventionsprogramm überhaupt. "Wer ins Training geht, ist körperlich und geistig beschäftigt, er hat keine Zeit für ,dumme' Gedanken. Er muss Regeln einhalten, er hat ein festes Umfeld. Hier werden gesundes Selbstbewusstsein und Sicherheit trainiert", so Bouffier.

Gerade auch die Sportorganisationen begrüßen einen qualitativen und quantitativen Ausbau dieser Angebote. "Sport und Bewegung fördern nicht nur die körperliche Entwicklung, sondern auch Konzentration und  Lernfähigkeit. Außerdem ist für Kinder und Jugendliche gerade der Sport ein wichtiger Teil ihres täglichen Lebens. Deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, ein umfangreiches und vielseitiges Sportangebot in den ganztägig arbeitenden Schulen zu unterstützen", sagte Juliane Stoll, Vorsitzende der Sportjugend Hessen.

Für LSB-Präsident Rolf Müller beweist die Rahmenvereinbarung, "dass sich der organisierte Sport in  Hessen seiner gesellschaftlichen Verantwortung für die Ganztagsbetreuung bewusst ist und sie aktiv wahrnimmt. Es ist wichtig, dass sich die Angebote der Sportvereine in der Zusammenarbeit mit den Schulen in einem landesweit vergleichbaren Rahmen bewegen". Auch Hessens Sportvereine profitierten von der Vereinbarung, die dem Abschluss von Kooperationsverträgen zwischen Sportvereinen, -kreisen oder -verbänden und den Schulen einen vertraglichen Rahmen gibt. Besonders am Herzen liegt den Kooperationspartnern in den Ministerien und im Sportverband die gemeinsame Qualitätsentwicklung bei den Sportangeboten. Dazu soll eine Evaluation der Maßnahmen erfolgen und ein hessenweites Fortbildungsangebot sichergestellt werden.

Für das Schuljahr 2005/06 hat Hessen 49 Schulen neu in das "Ganztagsprogramm nach Maß" aufgenommen. Damit werden ab Herbst 336 Schulen über ein Ganztagsangebot verfügen. Die Richtlinien für ganztägig arbeitende Schulen in Hessen verlangen eine ergänzende Förderung und ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot für Schülerinnen und Schüler. Dazu zählen neben Hausaufgabenbetreuung und Förderunterricht auch Wahlangebote z.B. in Sport oder auch Musik. "Nicht nur Lehrkräfte, auch Vereine und freie Träger bieten sinnvolle Angebote an Nachmittagen. Sie helfen, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern und ihre Interessen zu stärken", sagte Kultusministerin Wolff. Sie kündigte an, auch mit anderen Kooperationspartnern solche Rahmenvereinbarungen abschließen zu wollen.

Die Vereinbarung bildet den Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen den Schulen mit Ganztagsbetreuung und den Mitgliedsorganisationen des Landessportbundes Hessen und seinen Turn- und Sportvereinen. Vertragspartner sind danach die jeweiligen Schulen und Vereine. Sie vereinbaren konkrete Angebote, ausgerichtet an den Schülerwünschen und den Rahmenbedingungen vor Ort. Die jeweiligen Maßnahmen finden in der Regel in der Schule statt und werden von qualifizierten Übungsleitern der Vereine durchgeführt. Auch die versicherungsrechtlichen Aspekte, die für eine solche Zusammenarbeit wichtig sind, finden Berücksichtigung. Die Maßnahmen gelten als schulische Veranstaltungen mit entsprechendem Versicherungsschutz. Das Hessische Kultusministerium und die Sportjugend Hessen stellen hierfür einen Mustervertrag zur Verfügung.

Weitere Informationen sind auf der Homepage der Sportjugend Hessen unter www.sportjugend-hessen.de zu finden.