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Sportkreisjugend Wiesbaden - Fortbildung „Action Types"

26.10.17 Verblüffte Gesichter und „Aha!“-Effekte im Wechsel „Action Types“ war das Thema der letzten Fortbildung, organisiert von der Sportkreisjugend Wiesbaden.

Verblüffte Gesichter und „Aha!“-Effekte im Wechsel

 „Action Types“ war das Thema der letzten Fortbildung, organisiert von der Sportkreisjugend Wiesbaden. Sechzehn Teilnehmende aus verschiedenen Vereinen und Sportarten – darunter Turnen, Tanzen, American Sports, Judo und Badminton – kamen am Samstag, den 21.10., im Clubraum der Halle am 2. Ring zusammen, um sich von Referent Rainer Diehl über individuelle Bewegungstypen aufklären zu lassen. Hierbei sollte stets im Mittelpunkt stehen, dass jeder Mensch in seinem Bewegungs-Charakter einzigartig ist und entsprechend individuell gelehrt und auch gefördert werden muss.

 

Mit viel Ausprobieren und kleinen Tests wird den Teilnehmenden bewusst, dass wir manche Bewegungsformen und Reaktionen unseres Körpers nicht grundlegend verändern können und auch nicht müssen bzw. sollten. Es ist ein Appell, nicht jedem Sportler und jeder Sportlerin einer Sportart genau dieselbe Technik zu lehren – denn das muss nicht immer für diesen Menschen die beste Technik sein, sondern kann im schlimmsten Fall auch zu einer erhöhten Verletzungsgefahr führen.

Durch die kleinen Tests, die Rainer Diehl mit den Teilnehmenden ausführt, stellt er ihnen die 4 unterschiedliche Motorikprofile des Action Types-Ansatzes vor: Das rhythmische (R), konzeptuelle (C), distale (D) und globale (G) Profil. Diese Profile unterscheiden sich in ihren Gangbildern, den Muskelgruppen, die sie am meisten beanspruchen, in den Blickfeldern, die sie bevorzugen, und vieles mehr. Innerhalb dieser 4 Profile wird noch einmal zwischen verschiedenen Wahrnehmungsachsen unterschieden und innerhalb dieser noch einmal zwischen unterschiedlichen Tiefenmotivationen. Das führt zur nächsten Erkenntnis: Der Action Types-Ansatz ist sehr umfangreich und nicht an einem Tag annähernd vollständig zu behandeln.

Doch Rainer Diehl schaffte es mit seiner lockeren und humorvollen Art, seiner vielen Erfahrung sowie  Beispielen aus der professionellen Sportwelt, den Horizont der Teilnehmenden zu erweitern und ihnen neuen Input für die Gestaltung ihres Trainings sowie im Umgang mit ihren Sportlerinnen und Sportlern zu geben. Alle Thesen, die in der Theorie kaum vorzustellen waren, konnten beim Ausprobieren für zutreffend befunden werden. Und das nicht selten zur Verblüffung des Teilnehmenden, der es gerade ausprobiert hat und vorher nicht glauben wollte oder konnte.

 

Um 18:00 waren die Teilnehmenden dann voller neuen Wissens und auch dem Wunsch, noch tiefer in die Thematik einzusteigen – hoffentlich in einem weiterführenden Lehrgang nächstes Jahr, sozusagen Action Types II. Ein größeres Kompliment kann man einem Referenten wohl nicht geben und wir von der Sportkreisjugend hoffen, dass Rainer Diehl diesem Wunsch nachkommen wird. In diesem Sinne: Vielen Dank!