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"Mehr Sport geht immer"


Bild zur Meldung: "Mehr Sport geht immer"



Dieses Motto trifft nicht auf alle Menschen zu, aber auf Ingrid Schäfer schon. „Und wenn ich die Sportklamotten anziehe, dann muss es sich auch lohnen“, so Ingrid, die sowohl  in der TG Niedernhausen als auch seit 2007 im TV Amöneburg Mitglied ist.

Wenn wir nun über Ingrid berichten, dann liegt ein Zusammenhang mit dem Deutschen Sportabzeichen nahe. Genau: Ingrid hat in diesem Jahr zum 65. Mal das Deutsche Sportabzeichen abgelegt, in Gold natürlich, aber das ist eigentlich unwichtig. Sie stellt damit wahrscheinlich nicht nur in Hessen jedes Jahr einen neuen Rekordwert auf und ein Ende ist zum Glück nicht in Sicht. Auch wenn sie häufig alle möglichen Übungen für das Sportabzeichen ablegt, ist sie damit natürlich noch lange nicht ausgelastet. Mit den Sportabzeichen in Österreich, dem Bayerischen Sport-Leistungsabzeichen und den Sportkronen in Gold mit Brillanten kommt sie bereits auf 99 Abzeichen.

Bis 1959 ist sie beim VfL Michelstadt im Odenwald geschwommen, hat geturnt und Leichtathletik betrieben. Bereits 1960 ist sie mit einem Frankfurter Verein erstmals bei Hessischen Leichtathletik-Meisterschaften gestartet in den Disziplinen 400 m, Diskus und Speer.

1962 hat sie geheiratet und ihren Sohn zur Welt gebracht. Ein Sturz von der Leiter beim Obstpflücken hat sie erst einmal aus der Bahn geworfen und sie hat sich vom Vereinssport verabschiedet. Nicht jedoch vom Sportabzeichen, denn diese Leistungsnachweise hat Ingrid mit Ausnahme des Jahres 1980 permanent erbracht. Dafür begann sie im Jahr 1980 mit Ausdauersport, hauptsächlich dem Laufsport. Selbst die anspruchsvolle und zeitintensive berufliche Tätigkeit als Assistenz eines Sparkassen-Managers konnte sie nicht vom Sport abbringen. „Dann muss ich eben morgens eine Stunde früher aufstehen, oder abends auf dem Heimweg noch mal schnell die Sportschuhe schnüren“, sagt Ingrid bei unserem Gespräch. 

Waren es zu Beginn eher Volksläufe, kamen bereits im Jahr 1985 die ersten Starts bei Marathonläufen hinzu. Das erste Mal in Frankfurt mit der Streckenbewältigung unter 4 Stunden hat Lust auf mehr gemacht, und so folgten weitere Starts in Frankfurt, Hamburg, München, Hanau, auf dem Rennsteig und in Brügge. Zwölf Mal ist Ingrid beim Sparkassen-Marathon gestartet, der jedes Mal in einer anderen Stadt in Deutschland stattfand. Schnell kam sie auf 50 erfolgreiche Marathonstarts und nicht nur das: Ultra-Strecken haben ihr Interesse geweckt und da die Kondition da war, folgten drei Starts in Biel in der Schweiz, Läufe über jeweils 100 km, Ultra-Strecken in Hanau von 50, 70 und 80 km, dem Nidda-Lauf über 80 km und der Königsdisziplin, den Bergläufen. Hier ist Ingrid in Interlaken beim Jungfrau-Marathon gestartet, bei der Swiss Alpine in Inferno und in Gotschna. Wir können hier nicht jeden Halbmarathon erwähnen, wollen aber nicht verschweigen, dass Ingrid im Jahr 1987 bei einem Deutschland-Lauf in 20 Tagen in einer Laufzeit von 130 Stunden 1000 km zurückgelegt hat.

Mit 60 Jahren ist sie dann in den Ruhestand gegangen, aber nicht, um sich auszuruhen. Ganz im Gegenteil. Nun entdeckte Ingrid die Schönheiten der Natur nicht nur im Sommer, sondern auf Langlauf-Skier auch im Winter. Und wer aus dem Ausdauersport kommt, sucht sich gleich richtige Herausforderungen wie zum Beispiel den bekannten Wasa-Lauf. Beim Wasa-Lauf in Schweden werden auf Langlauf-Skiern 90 km in klassischer Technik zurückgelegt. Bereits im Jahr 2003 hat Ingrid an den Worldloppet Masters erfolgreich teilgenommen und diese Herausforderung noch drei Mal wiederholt. Ein Mastertitel wird verliehen, wenn man beim Skilanglauf von 14 vorgegebenen Strecken in Europa, Amerika, Asien und Australien 10 Läufe erfolgreich absolviert. Eine zu absolvierende Strecke ist zwischen 42 und 90 km lang und wird häufig im klassischen Laufstil gelaufen. In Deutschland gab es bis zum Jahr 2006 nur zwei Damen, die sich mit dem Titel eines Mehrfachmasters schmücken konnten.    

Da sind die Teilnahmen an den Deutschen Turnfesten schon als entspannt zu bezeichnen und dienen eher der Geselligkeit. Oder die Gauturnfeste, die sie gerne besucht.

Den Leistungssport hat Ingrid natürlich auch für sich entdeckt: Das geht über Hessische Meisterschaften, Deutsche Meisterschaften bis hin zu Weltmeisterschaften. In diesem Jahr fanden die letztgenannten in Tampere in Finnland statt und Ingrid holte sich dort die Vize-Weltmeisterschaft im Hammerwerfen. “In dieser Disziplin bin ich noch lange nicht am Ziel angekommen“, da ist sich Ingrid sehr sicher.

Wir freuen uns, dass Ingrid dem Sport die Treue hält und können so sicher noch über viele tolle Momente aus ihrem Leben berichten. Wenn hier noch mehr Platz wäre, hätten wir auch über Radtourenfahrten, Duathlons und Triathlons berichtet. Es gäbe noch so viel zu erzählen… Glückwunsch zu all den Leistungen.

Kontakt

Sportkreis Wiesbaden e.V.
Hagenauer Str. 47
65203 Wiesbaden

 

Tel: (0611) 74944